Tätigkeiten in der Nähe

Der Canal Saint-Martin

Mit einer Länge von 4,5 km, davon 2 km unterirdisch, verbindet er mit einem Gefälle von 25 Metern das Becken von La Villette mit der Seine. Auf Geheiß von Napoleon zur Trinkwasserversorgung von Paris begonnen, wurde der Canal Saint-Martin 1825 als Verlängerung des Canal de l'Ourcq ausgehoben. Die ehemaligen Gerbereien, Papiermühlen und Steingutfabriken prägten ein Arbeiterviertel, das im Film "Hôtel du Nord" von Marcel Carné dargestellt wird. Anfang der 1970er Jahre wurde ein Projekt entwickelt, den Kanal komplett zu überbauen und so in eine Autobahn quer durch Paris zu verwandeln. Die Mobilisierung der Anrainer und die Intervention von André Malraux setzten diesem Vorhaben ein Ende. Heute ist dieser von mehr als hundertjährigen Kastanienbäumen und Platanen gesäumte Wasserlauf, der von romantischen Stegen, Drehbrücken (rue Dieu), Bogenbrücken und neun Schleusen durchsetzt ist, bei denen die Lastkähne vom Port de l'Arsenal oder von La Villette warten müssen, zu einer beliebten Fuß- oder Radwanderroute geworden, insbesondere an den Sonntagen.

Die Pariser Kaufhäuser

Die "Galeries Lafayette" und "Printemps"… alles für die Mode, die Schönheit, die Deko, das Haus... und noch vieles mehr…

Die Cité de la Musique

1995 eröffnet, beherbergt sie eine Reihe an Institutionen, die sich der Musik widmen, wie einen Konzertsaal für 1000 Zuschauer, ein Amphitheater, ein speziell den klassischen Musikinstrumenten gewidmetes Museum, Räume für Ateliers…

Das Moulin Rouge

"Das nie etwas anderes gemahlen hat als das Geld der Besucher" (Jane Avril...). Die Eröffnung fand 1889 statt, begleitet von einer Vielzahl an Plakaten von Toulouse-Lautrec. Im Erdgeschoss befand sich ein Konzertcafé (in dem La Goulue und Valentin le Désossé auftraten) und im Untergeschoss ein Tanzsaal. 1924 nach einem Brand neu errichtet, wird im Untergeschoss eine "Revue" präsentiert, die die Tradition des "French Cancan" spektakulär hochhält.
In der Cité Véron, rechts hinter dem Moulin Rouge, wohnten Prévert und Vian.
Adresse: 82 Boulevard de Clichy - 75018

Espace Salvador Dali

Tauchen Sie dank der einzigen permanenten Ausstellung des Meisters des Surrealismus in Frankreich mit seinen majestätischen Skulpturen und originellen Grafiken in seine fantastische Welt ein.
Adresse: 11 Rue Poulbot – 75018

Die Basilika Sacré-Cœur

Der Bau wurde nach der Niederlage von 1871 durch ein 1873 von der französischen Nationalversammlung verabschiedetes Gesetz beschlossen, um "die Verbrechen der Kommunarden zu sühnen" sowie um das Andenken der zahlreichen französischen Bürger, die während des Französisch-Preußischen Krieges ihr Leben verloren hatten, zu würdigen. Der Architekt Paul Abadie gewann den Wettbewerb um die Errichtung.
Die Grundsteinlegung erfolgte am 16. Juni 1875 und die Kirche wurde mit direkter Beteiligung der Regierung der 3. Republik erbaut, um die Errichtung eines neuen Regimes zu feiern, dessen Verfassungsgesetze im selben Jahr beschlossen wurden. Vollendet wurde sie erst 1914 und geweiht 1919, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, der ironischerweise von vielen Franzosen als Rache gegen Deutschland, die Siegermacht im Französisch-Preußischen Krieg, angesehen wurde.

Die Basilika hat die Form eines griechischen Kreuzes, das von vier Kuppeln überragt wird, die 80 Meter hohe Hauptkuppel ist von einem Ring von Oberlichten in Form eines Säulenumgangs umgeben. Der eklektische Architekturstil der Basilika, der sich an der romanischen, byzantinischen und insbesondere an der Kathedrale Saint-Front in Périgueux inspiriert, hat mehrere andere Sakralbauten des 20. Jahrhunderts beeinflusst (die Basilika Sainte-Thérèse de Lisieux beispielsweise).

Der Weinberg von Montmartre

Ende des 18. Jahrhunderts war der Wein von Montmartre (rot und weiß) von ausgezeichneter Qualität und jedes Jahr schenkten die Äbtissinnen dem Monarchen mehr als 4000 Liter. Die damaligen Sorten trugen Namen wie "Goutte d'Or", "Sacalie", "Sauvageonne". Jedoch besiegelten die Konkurrenz der anderen Weinanbaugebiete, der Betrieb der Steinbrüche und das Bevölkerungswachstum den Untergang des Weinbaus am Montmartre sowohl in quantitativer wie auch qualitativer Hinsicht. Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es nicht einen einzigen Weinstock mehr am Montmartre.
Erst in den 30er Jahren knüpfte Montmartre dank dem Zeichner Francisque Poulbot wieder an seine Weinbautradition an. 1934 fand die erste Weinlese in jüngerer Zeit unter der Patronanz von Fernandel und Mistinguett statt. Die Ernte des Weinbergs von Montmartre, der im Besitz der Stadt Paris steht, wird in den Rathauskellereien gänzlcih zu Wein vergoren, der den Namen "Clos Montmartre" trägt. Der Weinberg liegt zwischen der Rue des Saules und der Rue Saint Vincent.

Die Gässchen

Einige Beispiele auf den Spuren der Künstler von gestern oder heute... Entdecken Sie an der Ecke der Rue Saint Vincent und der Rue des Saules das berühmte Cabaret du Lapin Agile, früher ein beliebter Treffpunkt von Schriftstellern, Dichtern, Musikern, Schauspielern, Malern, Bildhauern, die damals alle noch unbekannt waren. Diese "Unbekannten" sind niemand anderes als Picasso, Utrillo, Braque, Modigliani, Renoir, Guillaume Apollinaire, Max Jacob, Charles Dullin, Toulouse-Lautrec und noch viele andere mehr ...
Bewundern Sie an der Kreuzung, bevor Sie die Rue de l’Abreuvoir hinuntergehen, das Maison Rose, das Maurice Utrillo zu einem berühmten Gemälde inspiriert hat. Biegen Sie in die Rue Girardon ein, vorbei am Place Dalida mit der der Sängerin gewidmeten Büste. Spazieren Sie weiter zum Place Marcel Aymé und zu dieser seltsamen Figur, die aus einer Mauer steigt (die Idee stammt von Jean Marais, um das Werk "Der Mann, der durch die Wand gehen konnte" von Marcel Aymé zu würdigen). Passieren Sie das Moulin de la Galette (die letzte Spur der 30 Mühlen auf dem Montmartre, die um 1860 geschlossen wurden, und vor allem ein berühmtes Tanzlokal). Dann die Rue d’Orchamp mit dem ehemaligen Haus der Sängerin Dalida. Bewundern Sie am Place Emile Goudeau das Schaufenster des Bateau Lavoir, des ehemaligen Ateliers von Picasso (wo er insbesondere die Demoiselles d'Avignon schuf). Folgen Sie der Rue Ravignan zu den Klängen eines Leierkastens, von Flöten oder Akkordeons... bis zum Place des Abbesses mit seiner Metrostation, die von einer prächtigen Art Nouveau-Glaskonstruktion überragt wird.

Das Erotikmuseum

Auf vier Stockwerken zeigt das Museum rund tausend Ausstellungsstücke von allen Kontinenten, vom "Fun Sex" bis zur zeitgenössischen Kunst.
Adresse: 72 Boulevard de Clichy - 75018

Der Hügel Montmartre und der Place du Tertre

Ein Dorf in Paris… Als zugleich heilige Anhöhe und politischer Hügel hat Montmartre seine kulturelle und künstlerische Identität bewahrt, während er die größten Strömungen der Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts beherbergte (Impressionismus, Kubismus, Fauvismus, Futurismus, Surrealismus).
Wählen Sie mit der Zahnradbahn von Pigalle aus den romantischen und ungewöhnlichen Weg auf den Montmartre.

Das Musée de la Vie Romantique

Das Museum befindet sich auf den ersten Ausläufern des Hügels Montmartre in einem homogenen Komplex von zwischen 1820 und 1850 errichteten Wohnhäusern, die zahlreiche Schriftsteller, Schauspieler, Musiker und Maler, die die Elite der Pariser romantischen Bewegung bildeten, als Wohnstätte wählten.
Das Haus des Malers Ary Scheffer (ab 1822 Zeichenprofessor der Kinder des Herzogs von Orléans und würdiger Vertreter der Romantischen Schule), in den 1830er Jahren ein Hort der Inspiration und romantischer Kreis, öffnet heute seine Pforten, um die Erinnerungen an den Künstler und an seine Freundin und Nachbarin, die Romanautorin George Sand, zu bewahren.
Adresse: 16 rue Chaptal - 75009

Die Opéra Garnier

Napoleon III. ist am 14. Januar 1858 Ziel eines (von Orsini geleiteten) Anschlags in der Rue Le Peletier, wo sich damals der Opernsaal befindet. Das kaiserliche Paar bleibt wie durch ein Wunder verschont, 8 Menschen sterben und 150 werden verletzt. Nach dem Schrecken beschließt der Kaiser die Errichtung dessen, was zum neuen Prunkschauplatz der feinen Pariser Gesellschaft werden sollte, und erklärt das Projekt per kaiserlichem Erlass vom 29. September 1860 als von öffentlichem Interesse.
Es wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem 171 Kandidaten (darunter Viollet Le Duc) ein Projekt einreichten, doch die Entscheidung fiel für den Entwurf von Charles Garnier, einem jungen, wenig bekannten Architekten, der jedoch 1848 Preisträger des Grand Prix de Rome gewesen war.
Als bei der Präsentation seiner Pläne die Kaiserin Eugénie ihrer Verwunderung Ausdruck verlieh, dass diese weder im griechischen Stil noch im Stil Ludwigs XV. gehalten seien, erwiderte Garnier: "Das ist Napoleon III., Madame!"
Garnier umgab sich mit 73 Bildhauern und 14 Malern. Die Grundsteinlegung erfolgte am 21. Juli 1862. Die Fassade wurde der Öffentlichkeit erstmals während der Weltausstellung 1867 vorgestellt. Doch erst im Jahre 1875 (nach dem Krieg von 1870, dem Fall des Kaiserreichs und der Finanzkrise) eröffnete der Präsident Mac Mahon offiziell das vor barocker Üppigkeit und prunkvollem Eklektizismus strotzende Gebäude.
Die Oper ist das repräsentativste Monument der Staatskunst des Zweiten Kaiserreichs, d.h. ein Symbol des Luxus und der Pariser Lebensfreude.
Seine Fläche macht es zum größten Theater Europas: Mit 172 m Länge, 124 m Breite und 79 m Höhe bietet es mehr als 2000 Zuschauern Platz.

La Cité des Sciences et de l’Industrie in La Villette

Entstanden als Ergebnis eines Projekts zur Nutzung der ehemaligen Schlachthöfe von La Villette (geschlossen 1974), das auf Initiative von Valéry Giscard d’Estaing im Jahre 1980 in Angriff genommen wurde, wurde sie am 13. März 1986 (anlässlich der erdnahen Umlaufbahn des Kometen Halley) von François Mitterrand eröffnet.
Ihre Aufgabe liegt darin, einer breiten Öffentlichkeit, insbesondere Kindern und Jugendlichen, wissenschaftliche und technische Kenntnisse zu vermitteln sowie das Interesse der Staatsbürger für die Bedeutung von Wissenschaft, Forschung und Industrie für die Gesellschaft zu wecken.

La Géode

Sie ist ebenfalls im Parc de la Villette hinter der Cité des Sciences gelegen und wurde 1985 eröffnet. Sie besteht in einer Kugel mit den außergewöhnlichen Maßen von 36 Meter Durchmesser und setzt sich aus 6433 nahezu gewölbten gleichseitigen Stahldreiecken zusammen, die das Licht gleichsam wie ein Spiegel reflektieren. Im Inneren werden Filme im OMNIMAX-Format auf einen halbkugelförmigen Bildschirm von 1000 m² (mit 10 Mal größeren Bildern als in einem traditionellen Kino) projiziert.

La Madeleine

Am Place de la Madeleine gelegen, wahrt sie die Form eines antiken Tempels, der von korinthischen Säulen umgeben ist, und illustriert so perfekt den neoklassizistischen Architekturstil. Napoleon I. gab den Anstoß zu diesem Vorhaben, 1806 einen Tempel zum Ruhm seiner großen Armee zu errichten. Aufgrund der politischen Unruhen und Veränderungen in Frankreich Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts wurden der Ort und die Pläne für dieses Projekt mehrmals abgeändert. Die Bauarbeiten dauerten daher 85 Jahre. Das Gebäude wurde 1837 beinahe in den ersten Bahnhof von Paris umgewandelt, bevor es 1842 als Kirche für den Gottesdienst geöffnet wurde.